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Biographie
1980 gründete
er mit ein paar Straßenmusikkollegen die Gruppe LIEDERLICH SPIELLEUT.
In diesen Jahren konnte man jede Menge Folkbands aus Irland, Frankreich,
Italien, oder Ungarn hören, und deren Repertoire an schönen
traditionellen Stücken war beeindruckend. Vor allem der Umstand,
dass Volksmusik durchaus kritisch sein konnte, war für die 6 jungen
Musiker neu. So machten sie sich auf die Suche, ob Derartiges auch bei
uns zu finden wäre. Die modernen Bearbeitungen mittelalterlicher
und traditioneller Lieder und Tänze aus dem deutschsprachigen Raum,
machten die Band zum Geheimtipp in Österreich. Bald jedoch war die
Auswahl an guten Liedern, die sich von "Musidenn, Musidenn"
unterschieden, erschöpft, und das Programm wurde internationaler.
Erst kamen irische Jigs und Reels dazu, dann Tänze vom Balkan, später
wurde alles gespielt, und mit einer gehörigen Portion Nonsens auf
die Bühne gebracht. Deshalb fiel es Medien und Plattenfirmen schwer,
die Band einzuordnen. Das treue Livepublikum jedoch, das solche Schubladen
nicht benötigte, ermöglichte es den Musikern, von den Spielleut
10 Jahre lang bescheiden, aber glücklich zu leben. Diesen Menschen
sei hier gedankt, und zu ihrem guten Geschmack gratuliert. Ebenso der
Firma EXTRAPLATTE. Der Begriff "Weltmusik" war damals noch nicht
bekannt. Hunderte Auftritte in Mitteleuropa und auf vielen Festivals von
Skandinavien bis Italien bildeten quasi die Lehr- und Wanderjahre. Er
verließ die SPIELLEUT 1990. In dieser
Zeit in Wien lernte er den Akkordeonisten OTTO
LECHNER kennen. Blues und Jazz waren angesagt. Bald entdeckten sie
die gemeinsamen Wurzeln in der ländlichen Unterhaltungsmusik, auf
die er damals noch alles andere als stolz war. Sie begannen bei einem
Gartenfest spaßhalber die alten Schlager zu interpretieren, ein
Schlüsselerlebnis, für das er Gastgeber Martin Auer dankbar
bleibt. Später dann, spielten sie die Stücke mit Respekt und
"reinen Herzens", als wären sie Jazzstandards. "Ich
taufte das damals KREKO MUSIC - also: kreativ-kommerz. Die Leute waren
erst überrascht, und dann begeistert, und damals habe ich gefunden,
was wir mit den Liederlich Spielleut gesucht hatten: musikalische Herkunft,
Wurzeln, die mir Vertrauen und Selbstverständnis geben, und aus denen
ich schöpfen kann. Ich fand sie irgendwo zwischen unserer eigenen
Tradition, der Unterhaltungsmusik der 60/70er, den Beatles, Freddy Quinn,
John Lee Hooker und Pierron und Knapp. Will damit sagen, ich bin bereits
in einer halbwegs globalisierten musikalischen Welt aufgewachsen. Verheiratet mit der Batikerin ANDREA TRABITSCH kamen 86 eine Tochter und 90 ein Sohn zur Welt. Die Familie Trabitsch verbrachte die Winter 92, 94 und 96 in Trinidad & Tobago, wo Klaus seine Liebe zur afro-karibischen Musik bestätigt wurde und er Steeldrum spielte. Auch der Umstand, dass man dort zu einem Termin ruhig einmal zwei, drei Tage zu spät kommen konnte, ohne großen Ärger hervorzurufen machte die dortige Lebensart sympathisch und lehrreich. Am 31. März 1996 veränderte ein Verkehrsunfall nach einem Konzert sein Leben. Zuerst querschnitt-gelähmt, dem Rollstuhl äußerst knapp entgangen, dann Genesung in Rehabzentren. Eine bleibende partielle Lähmung der linken Hand kosteten ihn die Identität als Klassegitarrist, brachten ihm aber eine große Dankbarkeit dem Leben gegenüber. "Es ist ziemlich egal wie schnell und exakt du spielst, es ist unglaublich, wie wenig das wahrgenommen wird; aber wie lustig oder traurig du spielst, das hört und fühlt jeder. Zum Glück ist das so, sonst könnte ich von der Musik nicht mehr leben ." Seit Mitte
der 90er Jahre arbeitet er als Begleiter und Komponist mit ERIKA
PLUHAR und KURT OSTBAHN.
Zwei Legenden aus Österreich, die unterschiedlicher kaum sein können. Trabitsch´s "Dorf-Weltmusik" In den letzten
Jahren widmet er sich immer mehr der Entwicklung seiner eigenen Musik,
einer verspielten Mischung aus österreichischer Volksmusik, afro-karibischen
Rhythmen, und eigentlich allem, was ihm zu Ohren kommt und gefällt.
Purismus ist ihm fremd, der "medizinische" Faktor - die positive
Wirkung seiner Musik auf den Menschen - dagegen sehr wichtig.
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